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Hamburger Modell      

Unter dem Begriff Hamburger Modell versteht man die stufenweise Wiedereingliederung in den Beruf nach längerer Krankheit. Voraussetzung hierfür ist das Einverständnis von Patient, Arzt, Krankenkasse und Arbeitgeber. Wenn alle Parteien den Vertrag unterschrieben haben, kann der Arbeitnehmer mit einer stundenweisen, stufenweise angehobenen Arbeitszeit beginnen, die er in Rücksprache mit dem Arzt nach und nach erhöht. Ein mögliches Beispiel: Ein Arbeitnehmer arbeitet normalerweise 8 Stunden täglich. Er beginnt dann für 2 Wochen mit 3 Stunden, erhöht dann für weitere 2 Wochen auf 4 Stunden, dann auf 6 Stunden und arbeitet dann wieder voll. Das Hamburger Modell soll dem Arbeitnehmer die Möglichkeit geben, auszuloten, wie belastbar er wieder ist und ob er seinen Arbeitsplatz wieder ausfüllen und bewältigen kann. Wichtig zu wissen ist, dass man während dieser Zeit weiterhin krankgeschrieben ist und auch weiterhin sein Krankengeld von der Krankenkasse bekommt - also kein Lohn/Gehalt. Wenn man in dieser Zeit feststellt, dass es noch zu früh ist, kann man die Wiedereingliederung abbrechen und evtl. zu einem späteren Zeitpunkt nocheinmal versuchen. Aber auch hier müssen wiederum alle Parteien (Patient, Arzt, Arbeitgeber und Krankenkasse) einverstanden sein. Wenn die stufenweise Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell abgeschlossen ist und die normale Arbeitstätigkeit wieder aufgenommen wird, beginnt auch wieder die normale Lohn-/Gehaltszahlung. Für weitere Recherchen siehe auch Rehabilitation , Reha.

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